Kategorie: Arbeitspsychologie

Arbeitspsychologie

Zeit

Alterssensitives Stressmanagement

ExpertInnenwissen erfolgreich nutzen.

Abhängig von Alter und Lebenserfahrung entwickelt jeder Mensch seine ganz persönlichen Strategien, um sich den laufenden Veränderungen des Lebens anzupassen. Alterssensitives Stressmanagement zielt darauf ab, hilfreiche Strategien und Einstellungen aufzuzeigen und somit den Werkzeugkasten zur Bewältigung der täglichen Herausforderungen je nach Bedarf auszumustern, neu zu sortieren oder zu ergänzen.

Neben sportlicher Betätigung und gesunder Ernährung können Entspannungsübungen, Achtsamkeitstrainings und die Auseinandersetzung mit dem persönlichen Zeitmanagement individuell gewählte Ansätze sein, um Spannungszustände zu verringern. Für Entlastung im Betrieb sorgen unter anderem Maßnahmen zur Aufklärung und Enttabuisierung psychischer Belastungen. So veranstaltete z.B. das Finanzamt Wien 2/20/21/22 einen Workshop zum Thema Alternssensitives Stressmanagement, um seine langjährigen und erfahrenen MitarbeiterInnen zu unterstützen.

Stressauslösende Ereignisse wirken sich je nach Alter unterschiedlich aus: Während in der Pubertät vor allem jene Bereiche betroffen sind, die für emotionale Balance zuständig sind, beeinträchtigt Stress bei Erwachsenen vorwiegend die Gedächtnisleistung. Trotzdem die wichtigsten alltagsrelevanten mentalen Fähigkeiten bis ins hohe Alter stabil sind, wirkt sich chronischer Stress im Arbeitsalltag also negativ auf das Gedächtnis aus. Zusätzlich verhindert hoher Zeitdruck kreatives Problemlösen. Dieses ist besonders in jenen Situationen gefragt, in denen es keine klar vorgefertigten Lösungswege gibt und zählt zu den klaren Stärken älterer MitarbeiterInnen.

Rein physiologisch betrachtet, reagieren ältere Menschen negativer auf Stress. Andererseits haben erfahrene MitarbeiterInnen bereits viele Herausforderungen positiv bewältigt und mit vielen Stressauslösern oder Schwierigkeiten im Laufe Ihres Arbeitslebens bereits umzugehen gelernt. Somit können sie auf zahlreiche Erfolgserlebnisse und Strategien zurückgreifen und diese bei Bedarf einsetzen. Was jungen KollegInnen vielleicht als unüberbrückbares Hindernis erscheint, können so manche „Alte“ lächelnd bewältigen.

Abgesehen davon steigt die Qualität des ExpertInnenwissens mit jedem Jahr. Dieses Wissen abzuholen und nutzbar zu machen, zählt zu den Aufgaben von Führungskräften. Wertschätzung und Einsatz der Fähigkeiten erfahrener MitarbeiterInnen sowie respektvoller Umgang spielen dabei eine Schlüsselrolle und setzen eine Unternehmenskultur voraus, in der Generationenbalance nicht nur akzeptiert, sondern ausdrücklich erwünscht ist.

Psychologischer Notfall

Psychologische Notfälle

Führungskräften den Rücken stärken.

Aufgrund der Veränderungen unserer Arbeitswelt sind psychische Störungen mittlerweile Ursache Nummer eins für Frühpension. Auch die Zahl der Fehltage steigt seit Jahrzehnten aufgrund psychischer Erkrankungen.

Prävention wird daher immer wichtiger, nicht zuletzt durch Fortbildung und Sensibilisieren von Führungskräften und Unternehmen. Diese erfolgen zumeist im Rahmen von Coachings oder Führungskräfte-Schulungen. Denn psychische Störungen lösen häufig starke Ängste und Unsicherheiten aus – bei den Betroffenen selbst, aber auch bei den Vorgesetzten und KollegInnen. Wichtig ist daher, dass die Führungskräfte im Erkennen und auch im Umgang
mit psychischen Erkrankungen sensibilisiert und gestärkt werden. Es geht nicht darum Diagnosen stellen zu können oder „Therapiegespräche“ zu führen, sondern darum durch Aufklärung und das Thematisieren per se Sicherheit zu vermitteln. Eine offene und rechtzeitige Kommunikation mit den Betroffenen ist außerdem wesentlicher Bestandteil der präventiven Arbeit hin zu psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. Neben dem Erlernen einer stärkenden Gesprächsführung lernen Führungskräfte psychische Störungen besser zu verstehen und erste Anzeichen – auch von psychischer Überlastung – schneller zu erkennen. Dadurch wird frühzeitiges Handeln möglich und lange Ausfallzeiten und unproduktive Arbeit der MitarbeiterInnen können mitunter verhindert werden. Zudem eignen sich Trainings und Seminare dazu, eigene Praxisfälle zu reflektieren und von einem kollegialen Austausch eigener Erfahrungen mit anderen Führungskräften zu profitieren. Auch der Wiedereinstieg nach Abwesenheit aufgrund psychischer Erkrankungen ist ein weiteres wichtiges und entscheidendes Thema für Unternehmen. Führungskräfte sehen sich zudem immer häufiger mit psychosozialen Krisen oder dem Erleben von außergewöhnlichen physischen oder psychischen Belastungen konfrontiert. Die Notfallpsychologie soll hier beim Verstehen und Bewältigen „normaler“ Reaktionen „normaler“ Menschen auf „unnormale“ Situationen helfen. Es geht vor allem darum, die Rolle und Verhaltensweise der Führungskräfte aufzuzeigen und sie zu stärken, damit sie in Situationen wie diesen möglichst das „Richtige“ tun können – auch in der Zeit danach. Zusätzlich unterstützt IBG Unternehmen bei der Erstellung eines Leitfadens oder Handbuches zu diesem Thema.

Offline Online

Ständig erreichbar?!

Was bedeutet das für Mensch und Produktivität
Verschiedene Aufgaben jederzeit flexibel erledigen zu können und das möglichst mobil, sind die neuen Herausforderungen unserer Zeit. Ermöglicht wird diese Form des Arbeitens durch Informations- und Kommunikationstechnologien, die auch zunehmend unseren Arbeitsalltag beeinflussen.

In diesem Zusammenhang wird verstärkt die ständige Erreichbarkeit von MitarbeiterInnen und auch Führungskräften außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit durch neue technische Geräte wie Smartphones diskutiert. Die Problematik liegt dabei aber nicht nur bei den technischen Möglichkeiten, sondern auch in der zunehmenden Arbeitsverdichtung und der grundlegenden Beschleunigung und Flexibilisierung des Arbeitslebens.

Die heutige Erreichbarkeit reicht von Anrufen auf dem Mobiltelefon, die den größten Anteil ausmachen, gefolgt von Emails und SMS. Diese Entwicklung ist aus Unternehmenssicht eine Chance, jedoch gibt es bereits erste Hinweise auf negative gesundheitliche Auswirkungen. MitarbeiterInnen geben immer öfter an, unter der Informationsflut und der ständigen Erreichbarkeit zu leiden und sehen dies als eine häufige Ursache für berufsbedingten Stress.

In Studien zeigt sich ein direkter Zusammenhang zwischen ständiger Erreichbarkeit und psychischen Belastungen wie z.B. Depression oder Burnout. Die Antwortfristen, vor allem unternehmensintern werden immer kürzer, ein zeitnahes Reagieren auf Anfragen (z.B. während Meetings, nach Feierabend) wird zur Gewohnheit und oft erwartet – die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt und führt zur „Entgrenzung“.

Multifaktorielle Belastungsstruktur
Grundsätzlich ist von einer multifaktoriellen Belastungsstruktur auszugehen, in deren Rahmen Erreichbarkeit eine wichtige Rolle spielt. In der Analyse ist es nicht immer leicht ständige Erreichbarkeit klar von anderen potenziellen Belastungen abzugrenzen.

Als Vorteile dieser Flexibilisierung der Arbeit geben die MitarbeiterInnen freie Arbeitszeiteinteilung, Erweiterung des Handlungsspielraumes, ortsunabhängiges Arbeiten wie auch Identitäts- und Statusgewinn an. Doch zugleich „verlocken“ diese Möglichkeiten auch dazu, während der Freizeit einen Blick auf Arbeitsdokumente oder Emails zu werfen. Die „Entgrenzung“ beginnt. Multitasking und Dauerverfügbarkeit führen erwiesenermaßen langfristig zu Leistungseinbußen, Steigerung der Fehleranfälligkeit, Konzentrationsstörungen und der Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses. Es fördert zudem den Unruhezustand durch die Erwartung jederzeit kontaktiert werden zu können.

Handlungsbedarf für Unternehmen
Unternehmer sind gefordert hier die Balance zwischen Eindämmung möglicher gesundheitlicher Folgen und der beschriebenen positiven Potenziale flexibler Arbeitsmodelle zu halten. Dadurch ist langfristig Produktivität und Kreativität der MitarbeiterInnen gesichert. Es gibt dafür keine einheitlichen und allgemeingültigen Lösungsstrategien. Auf Unternehmensebene sind transparente Regeln für Zeiten der Erreichbarkeit und Klarheit bezüglich Erwartungen an die MitarbeiterInnen sinnvoll. Wichtig ist zu vermitteln, dass nicht alle Kommunikationskanäle immer online sein müssen oder das Einrichten von „Besuchs-“ bzw. „Offline-Zeiten“ und Vereinbarung von Reaktionszeiten innerhalb derer reagiert werden muss.

Führungskraft als Vorbild
Eine Variante wäre, dass nach Feierabend keine Emails mehr vom Server an die Dienstgeräte weitergeleitet werden oder die Abgabe des Firmenhandys und -laptops im Urlaub oder, dass Emails während dem Urlaub automatisch gelöscht werden mit dem Hinweis, dass die/der MitarbeiterIn auf Urlaub ist und die Nachricht zu einem späteren Zeitpunkt nochmals geschickt werden soll. Auch bewährt sich die Einführung einer stillen Stunde pro Woche für kreative und strategische Arbeiten oder interne emailfreie Tage, um das persönliche Gespräch wieder mehr in den Vordergrund zu rücken und dem digitalen Kontakt vorzuziehen oder auch das Ausschalten der Email-Pushfunktion und damit gezielte Email-Zeiten implementieren, um konzentriertes und fokussiertes Arbeiten zu ermöglichen.

All das sind Best Practice Beispiele mit dem Ziel, ständige Erreichbarkeit zu thematisieren und in der Unternehmenskultur zu verankern. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit, die viel beschriebene „Work-Life-Balance“, ist Grundlage für persönliches Wohlbefinden. Die Einhaltung von Pausen und Ruhezeiten gilt es in der heutigen, besonders durch stressbedingte Belastungen gekennzeichneten Arbeitswelt, wieder ins Bewusstsein zu rufen. Es zeigt sich, dass das Verhältnis von Belastung und Erholung und auch die persönliche Erholungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind, sowohl für Gesundheit und Wohlbefinden als auch für Produktivität und die Häufigkeit von Unfällen.

 

Daniele Wakefield, Hilton Hotel | IBG Referenzen

Hilton Hotels Österreich

Meinung von Außen:

Daniela Wakefield

Director of Human Resources der Hilton Hotels Österreich

Hilton Hotels Wien und Innsbruck haben sich in der Hotellerie einen Namen für stilvolle Gastlichkeit erworben, der zukunftsorientiert und weltweit führend ist. Über Bälle, Hollywood-Award-Galas bis hin zu Business Events und unvergesslichen Erlebnissen – Hilton ist der Ort, an dem Geschichten geschrieben und Geschäfte abgeschlossen werden.  Mehr als 510 MitarbeiterInnen schaffen ein Ambiente in Österreich, in dem sich jeder Gast umsorgt, geschätzt und respektiert fühlen kann und soll. Hiltons Vision: Die Welt mit dem Licht und der Wärme echter Gastfreundschaft zu erfüllen.

Um unseren Gästen in Österreich bestmögliche Performance bieten zu können, ist es uns ein Anliegen, dass unsere Belegschaft motiviert und engagiert bleibt. Denn unsere Kernkompetenz ist und bleibt das Service an unseren KundInnen. Als HR-Direktorin sehe ich es daher als meine Aufgabe und auch als Pflicht, unsere MitarbeiterInnen bestmöglich zu fördern und zu unterstützen, damit sie gerne und gut gerüstet für unser Unternehmen tätig sein können.

Im Rahmen der ASchG-Betreuung gibt es viele Möglichkeiten, die Gesundheit zu stärken und so wollen wir in Zusammenarbeit mit IBG möglichst viele unterschiedliche Themen in unseren Häusern in Wien und Innsbruck anbieten. Für dieses Jahr haben wir die Schwerpunkte auf Venenmessungen, Sehtests und Impfaktionen gelegt. Die ergonomischen Aspekte sollten zudem Teil unseres Jahresplans sein. So haben wir aufgrund der vielen Bildschirmarbeitsplätze regelmäßige Untersuchungen mittels medimouse aber auch eine Bewegungsberatung eingeführt, um gerade dem für ein Hotel so wichtiges Thema „Heben und Tragen“ ausreichend Raum zu geben.

Die Belegschaft ist unser Kapital
Nicht nur um dem Gesetz Genüge zu tun, sondern auch um möglichst alle Bereiche der Gesundheit berücksichtigen zu können, war es uns wichtig auch die psychosoziale Ebene miteinzubeziehen. Die für heuer geplante Evaluierung der psychischen Belastungen soll uns dabei helfen zu prüfen, ob arbeitsbedingte physische und psychische Belastungen vorliegen, die zu Fehlbeanspruchungen führen können. Derzeit befinden wir uns mitten in der Erhebungsphase.

Die mittels Online-Fragebogen ermittelten Ergebnisse werden anschließend in Kombination mit den Erfahrungen aus den arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Begehungen die Basis für neue Themen im kommenden Jahr bilden und ins Betreuungsprogramm 2016 einfließen.

Foto: Hilton Austria

Coca Cola Hellenic | IBG Referenzen

Coca-Cola Hellenic

Im September 2013 startete Coca-Cola Hellenic Österreich in Kooperation mit IBG das vom FGÖ geförderte Betriebliche Gesundheitsprojekt FEEL GOOD für seine rund 1.000 MitarbeiterInnen an allen Standorten in Österreich. Der Schwerpunkt des Projekts lag und liegt in der Prävention der psychischen Belastungen.

In mehreren Visionsworkshops mit der Steuergruppe und allen Führungskräften wurden zu Projektbeginn die langfristigen Ziele gesundes Arbeiten, wertschätzendes Miteinander, Begeisterung und Identifikation mit dem Unternehmen, freundliche und kommuni-kationsfreundliche Räumlichkeiten sowie gesunde Prozesse erarbeitet.

Im Anschluss an diverse Kick off Veranstaltungen wurden alle MitarbeiterInnen und Führungskräfte mit dem Human Work Index (HWI®) und dem Psychosozialen Belastungsmodul (PBM2) befragt, wobei zusätzliche Fragen zum Burnout Risiko sowie zu bereits laufenden Gesundheitsangeboten in die Befragung integriert wurden. Basierend auf diesen Ergebnissen wurden vertiefende Analysen durchgeführt sowie gemeinsam mit Führungskräften und MitarbeiterInnen Lösungen erarbeitet.

Seit 2014 wurde intensiv an der Umsetzung standort- und bereichs-spezifischer sowie an österreichweiten Maßnahmen gearbeitet – und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Im Vergleich zur Erstbefragung konnten signifikante Verbesserungen in allen Dimensionen erzielt werden! Von den im Psychosozialen Belastungs-modul erhobenen Dimensionen konnten die Arbeitsumgebung um 13 Prozent, das Organisationsklima um 8 Prozent, die Arbeitsabläufe sowie die Tätigkeiten um je 5 Prozent verbessert werden. Bezogen auf den HUMAN WORK INDEX® ergaben diese Veränderungen einen Zuwachs des Arbeitsvermögens um beachtliche 4 Prozent, mit Steigerungen in der Arbeitsbewältigung um 4 Prozent, in der beruflichen Sinnfindung um 5 Prozent und in der Zusammenarbeit um 6 Prozent. Selbst das Burnout Risiko konnte um 11 Prozent reduziert werden.

Um diese positive Entwicklung fortzusetzen und nachhaltiges Gesundheitsmanagement als fixen Bestandteil der Unternehmenskultur bei Coca-Cola Hellenic Österreich zu etablieren, werden in nächster Zeit noch weitere Gesundheits-koordinatorInnen ausgebildet sowie neue Maßnahmenschwerpunkte auf Basis der aktuellen Ergebnisse und unter Berücksichtigung der bisherigen Learnings und Erfolge gesetzt. „Man sieht, dass die Schwerpunkte von FEEL GOOD, die aufgrund der Befragung 2013 gesetzt wurden, Früchte getragen haben. FEEL GOOD ist ein dynamischer Prozess, der auch in Zukunft weitergeführt wird“, so Susanne Lontzen, interne Projektleiterin bei Coca-Cola Hellenic Österreich.

Mehr Info

 

Das Projekt wurde von prospect Unternehmensberatung extern evaluiert.
      
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Alexandra Leoni, BMDW | IBG Referenzen

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW)

»Eine gesunde Unternehmenskultur ist Voraussetzung
für gute Zusammenarbeit.«

Interview mit Alexandra Leoni, Leiterin des Referates Betriebliche Gesundheitsförderung des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW)

Das heurige Jahr stand im Zeichen der Evaluierung psychischer Belastungen und dem Thema Gesunde Führung. Welche Schritte haben Sie dazu unternommen?  
Wir haben heuer gemeinsam mit IBG die Evaluierung der psychischen Belastungen mittels dem Psychosozialen Belastungsmodul (PBM2) durchgeführt. Aufbauend auf den Befragungsergebnissen wurden im Rahmen moderierter Fokusgruppen bereichsspezifische Maßnahmen entwickelt, die wir nach und nach umsetzen werden.
Gleichzeitig wollen wir durch die Unterstützung unserer Führungsebene eine noch gesündere Unternehmenskultur  erlangen, die ein Arbeitsumfeld ermöglicht, das von den MitarbeiterInnen als bewältigbar, herausfordernd und einbindend erlebt wird. Dazu organisierten wir u.a. einen Strategie-Workshop, Impulsvorträge zu Themen wie Gesunde Führung und Umgang mit Unveränderbarem sowie einen Praxisworkshop zur Bewältigung herausfordernder Situationen. Begleitet werden diese Maßnahmen von einem monatlichen Newsletter, u.a. zu Kritiktechnik und Wertschätzung. In weiterer Folge wollen wir diese auch auf die Belegschaft ausrollen und damit Tipps und Tricks für einen gesunden Arbeitsalltag zur Verfügung stellen.

Welche Angebote gab es darüber hinaus für Ihre MitarbeiterInnen?
Uns war und ist wichtig bei unseren MitarbeiterInnen das Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu schaffen – sowohl auf körperlicher als auch psychosozialer Ebene. Erst mit dem Verständnis der Zusammenhänge und Gründe für Belastungen haben wir eine Chance entgegenzuwirken und an den Herausforderungen zu wachsen. Neben einer jährlichen Gesundenuntersuchung hatten wir auch Theraband-Workshops, einen Vortrag zum Thema Zahngesundheit und die Möglichkeit einer Muskelfunktionsmessung inkl. Bewegungsberatung.

Für 2016 haben Sie sich das Thema Positive Unternehmenskultur vorgenommen. Was haben Sie geplant?
Abgesehen von zahlreichen Angeboten im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements steht positives und ressourcenorientiertes Denken 2016 im Mittelpunkt. Basis wird ein mit IBG erarbeitetes Konzept sein, das unter anderem praxisorientierte Vorträge zu mentaler Stärke, Achtsamkeit, Einstellungsveränderung, Emotionsregulation und Optimismus vorsieht.
Auf Verhältnisebene wollen wir gemeinsam mit IBG neben regelmäßigen themenspezifischen Newslettern ein Ideenmanagement implementieren, um das Denken bewusst für eine positive und lösungsorientierte Richtung zu stärken.

Foto: BMWFW